Ein Erlebnis besonderer Art - Event-Mountainbike-Tour 800 Meter unter der Erde

Die außergewöhnliche Radtour für außergewöhnliche Sportler.

Im Erlebnisbergwerk Merkers wird Erlebnissport der besonderen Art geboten. Eine Mountainbike-Tour in 500 bis 800 Metern Tiefe.

Um 9.30 Uhr erhielt die Gruppe mit 26 Bikern eine Einweisung vom Tourenguide Reiner.

Jeder Teilnehmer erhielt eine Fahrmarke. Es ist eine Messingmarke mit Loch, die bei der Ein- und Ausfahrt an den Guide abgegeben wird. Somit wird die Anzahl der Besucher erfasst. Es ist ein altes, einfaches und praxiserprobtes System. Das auch keiner verloren geht...

Im 500m Tiefe angekommen, ging es nach kurzen Checks der Bikes los.
Die Bikes müssen mit Scheinwerfern und Rücklicht ausgestattet sein. Zudem muss eine Helm- bzw. Stirnlampe angebracht werden.

Zur Sicherheit fuhr ein Transportwagen hinter der Gruppe her, um eventuell erschöpfte Teilnehmer oder defekte Bikes aufzuladen.

Die ersten Kilometer gingen ständig hinunter. Die Sohle (Boden) war perfekt. Ähnlich wie Speckstein, nicht glatt aber auch nicht griffig.
An den Seitenrändern befand sich überwiegend Salz. Zudem war es STOCKDUNKEL!!! Nur unsere Lampen erhellten die Fahrstrecke.
Die Untertage-Straßen sind sehr großzügig, sodass auch Transporter und kleine LKW dort fahren können. Übrigens werden die Wände Stöße und die Decke First genannt.

Die Temperaturen sind das ganze Jahr konstant und sehr angenehm. In 500m Tiefe hat man ca. 21 Grad. Jede 100m tiefer erhöht sich die Temperatur um ca. 1 Grad. Die Luftfeuchtigkeit beträgt ca. 20 – 30%. In den Stollen ist es zudem total trocken.

An einigen Stationen machte unser Guide halt und erzählte etwas über den Abbau und die Arbeit unter Tage.

Die Sprengsimulation mit Vortrag und Vorführung waren sehr interessant.
Heute werden immer noch 40t Sprengstoff in der Woche für den Abbau benötigt.

Es ging dann weiter zum tiefsten Punkt  - die Kristallgrotte.

Wir befanden uns jetzt an der tiefsten Stelle im Bergwerk auf 800m (Teufe).
Teufe ist die bergmännische Bezeichnung für die Tiefe.
Die Temperatur dort war um die 28 Grad.
Wir erhielten ein Getränk und besichtigten die Kristallgrotte. Über Millionen Jahren sind Kristalle in einer Blase entstanden, die beim Abbau entdeckt wurde. Nach einer sehr beeindruckenden Lichtshow fuhren wir weiter zur nächsten Attraktion.

Es ging nun ca. 2 km mit teilweise 17% Steigung zum Museum. Dort sind allerlei Gegenstände und Pläne ausgestellt, die die Arbeit unter Tage in den verschiedenen Epochen zeigten.

Die Tour ging weiter zum Goldraum. Hier wurden zum Ende des zweiten Weltkrieges die Gold- und Devisenbestände der Deutschen Reichsbank sowie in weiteren Kammern umfangreiche Bestände Berliner Museen eingelagert.

Wir setzten die Tour fort und kamen in den ehemaligen Großbunker des Bergwerkes. Die großräumige Kammer von 250 Meter Länge, 22 Meter Breite und 14-17 Meter Höhe war sehr beeindruckend. Bis 1993 diente der Großbunker der Speicherung von bis zu 50 000 Tonnen Rohsalz, um die Produktion über die Wochenenden aufrecht zu erhalten.
Heute ist daraus der größte Konzertsaal 500 Meter unter der Tagesoberfläche entstanden.

Wir führten unsere Tour nach der schönen Lasershow fort und machten Stopp im „Historischen Stollen“. Dort gab es die legendäre „bergmännische Tzscherpermahlzeit“. Hausmannskost mit Blut- und Leberwurst, Brot und Käse.


Gut gestärkt begaben wir uns auf den letzten Abschnitt.
Angekommen in 500m Tiefe, ging es per Beförderungskorb wieder an das Tageslicht. Die Ein- und Ausfahrt dauerte nur 90 Sekunden.

Als Abschluss erhielt noch jeder Teilnehmer eine Urkunde mit Gruppenfoto und ein kleinen Salzstreuer.

Insgesamt war es ein super Erlebnis, welches einzigartig ist.

Die körperliche Anforderung ist moderat. Wer die Steigungen nicht schafft, kann sich mit dem Transporter mitnehmen lassen.

Vielen Dank an den Tourenguide Reiner. Es war ein besonderes Erlebnis.

Dauer: 5 Stunden

Streckenprofil

Infos gibt es auf der Website: www.erlebnisbergwerk.de